Engere Wahl – Wettbewerb für einen Gedenkort an der ehemaligen Viehautkionshalle in Weimar

Wettbewerb für einen Gedenkort zur Deportation der Thüringer Juden
am Standort der ehemaligen Viehauktionshalle in Weimar

Verfahren:
Nichtoffener freiraumplanerischer und künstlerisch gestalterischer Realisierungswettbewerb

Die Deportation der Thüringer Juden von 1942 bis 1945 steht beispielhaft für den schrecklichen Teil einer unfassbaren Geschichte, Menschen gezielt zu töten. Die Genauigkeit der Organisation dieser gezielten Massenvernichtung ist augenscheinlich. Jene pathologische Maschinerie soll zum einen sensibel verdeutlicht werden, zum anderen direkt Emotionen wecken, um ein Nachempfinden beim Besucher auszulösen. Verschiedene Ebenen der Lesbarkeit von Fakten zu entschlüsseln, das Auslösen von Empfindungen durch das Ansprechen direkter Wahrnehmungsreize anzubieten und eine Gestaltung, die den Besucher zum Ablaufen der Fläche aufzufordern versucht, sind Grundlage der künstlerischen Umsetzung. Die Veränderung jenes Tatortes, jetzt Erinnerungsortes, stützt sich auf eine bewußt reduziert typografische Gestaltung von Flächen in verschiedenen Ebenen, sowie auf den Prozess von Wahrnehmung mittels Ton. Wir verwenden gezielt leise Symbolik und ganz bewußt Reduzierung um die Themen: Verschwinden und Auslöschung, Reise und Wege, Abstraktion und Entmenschlichung zu visualisieren und zu unterstützen.

Auslober:
Stadt Weimar vertreten durch den Oberbürgermeister Herrn Stefan Wolf
Herderplatz 14
99423 Weimar

Bearbeitungszeitraum:   Dezember 2017 – Januar 2018

Prämierung: Engere Wahl

Eine Zusammenarbeit mit Nagua Dunkelmann/ Büro für Gestaltung
www.dunkelmann.de